Ho’oponopono

ho'oponopono
Dieses hawaiianische Vergebungsritual hat zum Ziel, eingelagerte negative Emotionen auszulösen. Jetzt ist so eine Emotion ja auch nichts anderes als Energie. Und alles, was wir erleben und erfahren, ist mit irgendeiner Art von Emotion verbunden, die unser Körper in seinem System abspeichert. Intensive und weniger intensive Emotionen, positive und natürlich auch negative Emotionen – alles lagert sich sozusagen als „Energie-Baustein“ in unserem System ab.
Wenn Du Dir jede bisher eingelagerte Emotion als einzelnes Puzzle-Teilchen vorstellst, dann sammelt sich im Laufe eines Lebens da ja so einiges an Puzzle-Teilchen an. Und diese Teilchen sind immer auf der Suche nach dem Teilchen, das es ergänzt, das in das „Gesamtbild“ passt. Ein „negatives“ Teilchen zieht also weitere „negative“ Teilchen an. Das Puzzle wächst – es kommen immer wieder neue Puzzleteilchen in Form von negativen Erfahrungen hinzu. Der Stapel der „negativen“ Puzzleteile wird also immer größer.
Ho’oponopono hilft dabei, diesen Stapel zu bereinigen. Es sortiert nach und nach die „negativen“ Puzzleteilchen aus und entfernt sie aus dem System. Wir wollen ja schließlich das „schöne“ Puzzle machen, das mit den „positiven“ Teilchen.
So, das war jetzt der komplizierte Teil… Die Methode selbst ist unspektakulär – ganz nach dem Motto „easy is right“ (diese Aussage ist übrigens sehr mit GeneKey 34 verbunden. Dazu aber irgendwann später mehr). Wir tendieren ja oft dazu, eher den vermeintlich komplizierten Dingen zu vertrauen. Dabei ist der einfache Weg oft der bessere….
Ich mache ich – ganz meinem Human Design Typ entsprechen…. – einen kurzen Einschub, der vom Thema abweicht. Aber es passt jetzt eben grad so gut. Mir ist aufgefallen, dass ich immer wieder schreibe „wir“ oder „man“. Also wie gerade eben bei „Wir tendieren ja oft dazu,….“ Irgendwie stört mich diese Verallgemeinerung. Denn ich kann ja nur von mir selbst ausgehen. Woher soll ich denn wissen, ob Du auch dazu tendierst?? Eigentlich sollte der Satz lauten „Ich tendiere oft dazu,…“ Was ich damit sagen will: ich kann die Aussagen im Prinzip immer nur auf mich selbst beziehen, auch wenn ich wahrscheinlich weiterhin oft Sätze mit „wir“ und „man“ verwenden werde. Man ist – äh ICH BIN– halt doch ein Gewohnheitstier 😉

Aber zurück zum Vergebungs- und Reinigungsritual. Es geht also darum, eingelagerte negative Emotionen aus dem System zu entfernen. Ho’oponopono bedeutet so viel wie „alles wieder richtig richtig machen. Denn so ganz am Anfang unseres Lebens war ja alles schon mal richtig. Aber so ein Leben läuft in der Regel ja nicht ohne Konflikte ab (ich glaube, hier kann ich schon mal verallgemeinern 😉 ). Es macht aber einen Unterschied, wie wir mit einem Konflikt umgehen (übrigens: Konflikt = Schatten GK6). Jeder kann immer ganz frei für sich entscheiden, welche Haltung er einnimmt, wie er auf eine Situation reagiert. Werden wir durch die Erfahrung geschwächt und stärkt sie uns? Lassen wir zu, dass wir durch andere/durch die Umstände kontrolliert werden oder behalten wir selbst die Kontrolle?

Jetzt aber endlich zum Vergebungs-Ritual an sich! Immer dann, wenn ein aktuelles „Konflikt“-Thema auftaucht, dann wiederhole im Inneren folgende Sätze:
  1. Ich vergebe Dir
    Oder auch: bitte vergib mir. Du vergibst Dir im Prinzip für Deine Beteiligung am Geschehen bzw. bittest das Universum um Vergebung. Deine Beteiligung kann allein in der Form sein, dass Du Dich gedanklich mit einem Konflikt beschäftigst und somit Deine Energie beisteuerst. 
  2. Es tut mir leid
    Dieser Satz richtet sich an die universelle Energie, die durch die negative Emotion sozusagen ins Ungleichgewicht gebracht wurde
  3. Danke
    Auch dieser Dank geht sozusagen ins Universum. Dafür, dass Du die Möglichkeit hast, immer wieder frei zu wählen. Dafür, dass Du der Schöpfer Deiner Realität bist. Dafür, dass Du Dich von den negativen Energien befreien kannst.
  4. Ich liebe Dich
    Das ist der Ursprung: universelle, bedingungslose Liebe. Beziehe in diesen Satz alles ein: alle Lebewesen, Gott/Natur/Universum/Schöpferkraft, und natürlich auch Dich selbst.

Wiederhole diese Sätze immer wieder laut – oder auch in Gedanken:
Ich vergebe Dir. Es tut mir leid. Danke. Ich liebe Dich.
Dauerschleife. Du musst dazu keinen besonderen Raum schaffen, das geht auch im Auto, im Büro oder an der Supermarktkasse. Easy is right. Es tauchen dann möglicherweise immer wieder neue Gedanken auf, neue Erinnerungen an Konflikte. Wiederhole einfach weiter diese vier Sätze und streiche gedanklich jede der auftauchenden negativen Erinnerungen und der damit verbundenen negativen Emotion einfach durch. Wenn es die Situation erlaubt, kannst Du diese Gedanken natürlich auch aufschreiben und einen nach dem anderen aus der Liste durchstreichen. Das verstärkt oft den Impuls ans Unterbewusstsein, denn es arbeitet ja hauptsächlich in Bildern.

Beziehe Dich selbst in den ganzen Prozess mit ein. Vergib Dir also selbst für Deine Rolle im Geschehen. Es geht tatsächlich auch nicht darum, irgendwie in Reue zu versinken oder jedem persönlich alles zu verzeihen. Es geht darum, die mit einem Konflikt verbundene negative Energie aus dem eigenen System zu entfernen.

„Ich vergebe dir“ oder „Bitte vergib mir“ befreit uns von dem, was uns an der negativen Energie festhält.

„Es tut mir leid“, im Sinne von: es tut mir leid, dass ich diese Energie angezogen habe. Du musst dabei nicht wissen, warum oder aus welchem Grund Du diese Energie angezogen hast. Es ist ein Statement, dass Du sie nicht mehr willst.

„Danke“, weil es geschafft ist und die negative Energie losgelassen wurde

„Ich liebe dich“ geht ans Universum, um Dich wieder in die Energie der universellen Liebe zu bringen

Mach diese „Übung“ am besten täglich und lass Dich überraschen, was so nach und nach auftaucht und gelöst werden möchte. Um das Ganze noch zu verstärken, kannst Du nach dem Vergebungs-Ritual auch gleich noch ein paar Gedanken – und vor allen Dingen die zugehörigen Gefühle – hinterherschicken für Erfahrungen, Menschen, Erlebnisse etc., für die Du dankbar bist. Damit entfernst Du quasi nicht nur das negative Puzzle-Teilchen, sondern tauschst es auch gleich durch ein positives aus ;-).

Hier noch zwei Buch-Empfehlungen zu diesem Thema:

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