Was haben die Gene Keys mit Human Design zu tun?
Gene Keys
Wenn man sich mit Human Design beschäftigt, kommt man irgendwann an den Gene Keys nicht mehr vorbei. Man könnte sagen, Human Design ist so etwas wie die Landkarte, die Gene Keys sind der Kompass, der uns in die richtige Richtung führt.
Aber hier erstmal ein paar kurze Infos, wie es überhaupt zu diesen beiden „Systemen“ kam, die ja eigentlich so sehr miteinander verbunden sind, aber dennoch irgendwie voneinander getrennt sind. Ähnlich wie bei Ra Uru Hu war es wohl auch bei Richard Rudd – dem Mann, dem wir die Gene Keys zu verdanken haben.
Im Alter von 29 Jahren hatte er wohl eine einzigartige spirituelle Erfahrung. Er bezeichnet es als „endloses Licht“, das ihn 3 Tage und 3 Nächte begleitet hat und ihm alle Informationen zu den Gen-Schlüsseln übermittelt hat. Im Laufe der Jahre ist daraus ein wirklich sehr umfangreiches Buch entstanden, mit intensiven – und auch teilweise sehr poetischen – Beschreibungen aller 64 Gen-Schlüssel.
Richard Rudd war übrigens „Schüler“ von Ra Uru Hu. Er hat dann sozusagen die Verbindung hergestellt zwischen den 64 Toren in der Human Design Chart – die ja wiederum den 64 Hexagrammen im I Ching entsprechen – zur menschlichen DNA und zu unseren Genen.
Er beschreibt jeden Genschlüssel mit drei unterschiedlichen Frequenzen: Schatten, Gabe und Siddhi. Die Schatten-Frequenz ist sozusagen die niedrigste Schwingung des jeweiligen Gene Keys. Allerdings liegt darin verborgen auch immer eine ganz bestimmte Gabe – und die gilt es, wieder freizulegen. Im Prinzip ist das alles ja in uns vorhanden, es wurde aber zum Beispiel durch Konditionierungen, prägende Erlebnisse etc. „überschrieben“.
Die am höchsten schwingende Frequenz bezeichnet Richard Rudd als „Siddhi“. „Siddhi“ ist ein Begriff aus dem Sanskrit und lässt sich in etwa übersetzen mit „Vollendung“, „Vollkommenheit“ oder „Ankommen“.
Alle drei Frequenzen gibt es aber halt immer nur „im Paket“ – das eine kann es nicht ohne das andere geben. Oder wie Richard Rudd es ausdrückt: „Every shadow contains a gift.“
Und mit diesem Satz wird eigentlich auch schon deutlich, warum sich die GeneKeys nicht so einfach ins Deutsche übersetzen lassen. Denn hinter dem Wort „gift“ verbirgt sich ja nicht nur das deutsche Wort „Gabe“, sondern eben auch das „Geschenk“ und das „Talent“. Daher werde ich tatsächlich in Zukunft die englischen Bezeichnungen verwenden und die verschiedenen deutschen Entsprechungen mit aufnehmen.
Allerdings möchte ich heute auch gar nicht zu sehr ins Detail gehen bei den Gene Keys, sondern eher einen Überblick geben, wie sie aufgebaut sind. Grundlage für die Berechnung der Schlüssel sind auch hier Geburtsdatum, -zeit und -ort. Es gibt dann auch eine Art Chart – diese wird bei den Gene Keys als „Hologenetisches Profil“ bezeichnet. Bei mir sieht dieses Profil folgendermaßen aus:
Dieses ganze Konstrukt wird als „Goldener Pfad“ bezeichnet, der wiederum unterteilt ist in drei Sequenzen:
- Aktivierungs-Sequenz
- Venus-Sequenz
- Perl-Sequenz
Die Aktivierungs-Sequenz behandelt die vier äußeren „Sphären“ oder „Perlen“. Es beginnt ganz oben mit dem Schlüssel der „Lebensaufgabe“. Dann geht es weiter nach rechts zur „Evolution“ und im Anschluss zur Sphäre der „Ausstrahlung“ bis wir schließlich beim Schlüssel unseres „Lebenszwecks“ ankommen.
Diese vier Schlüssel werden bestimmt durch den Stand der Sonne und der Erde zum Zeitpunkt der Geburt und zum Zeitpunkt etwa 3 Monate vor unserer Geburt. Das kommt Dir jetzt sicher alles schon ein wenig bekannt vor. Und richtig: diese vier „Sphären“ bilden genau das ab, was im Human Design als Inkarnationskreuz bezeichnet wird.
Das ist im Prinzip die Grundlage für den Goldenen Pfad. Nach dieser Aktivierungs-Sequenz (die wirklich essenziell ist für den weiteren Weg auf dem Goldenen Pfad) geht es weiter zur Venus-Sequenz.
In der dritten Sequenz – der Perl-Sequenz – begeben wir uns auf den Weg von Fülle und Wohlstand. Dabei geht es durchaus auch um die materielle Seite, aber natürlich nicht ausschließlich. Fülle kann ja durchaus für jeden etwas anderes bedeuten. Während sich der eine an materiellem Wohlstand erfreut, genießt ein anderer ein erfülltes Leben, wenn er am richtigen Ort ist, die richtigen Menschen um sich hat o.ä. Alles hat seine Berechtigung und so darf auch die Reise durch die Perl-Sequenz natürlich ganz individuelle Ausgangspunkte und Ziele haben.
Die große Frage, die hinter der Perlsequenz steht, lautet: Auf welche Weise kann ich meinen besten Beitrag zum großen Ganzen leisten?
Stand heute (Anfang 2024) gibt es die einzelnen Sequenzen als Onlinekurse direkt bei Richard Rudd unter genekeys.com* nur in englischer Sprache.
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