62 – Die Sprache des Lichts
- Bezeichnung im I Ching: Exceeding (im Sinne von: über etwas hinausgehen)
- Astrologische Zuordnung: Krebs
- Biologische Zuordnung: Kehle, Schilddrüse
- Zentrum: Kehle
- Kanal: 62-17 Kanal des Akzeptierens
- Dream-Arc: Klapperschlange, Dachs, Specht
Schlüsselwörter: Verstehen, Intellekt, Details, Organisation
- Fähigkeit, gedankliche Muster sprachlich auszudrücken
- Fähigkeit, mit Tieren zu kommunizieren
Es ist ziemlich interessant, wie dieser GeneKey einleitend von Richard Rudd beschrieben wird. Die GeneKeys basieren ja auf dem I Ching, dem Buch der Wandlungen. Wenn man sich alle 64 Genschlüssel dann auch mal als Buch vorstellt, dann sind GK1 und 2 sozusagen der Prolog, GK63 und 64 der Epilog der Schöpfungs- und Entwicklungsgeschichte. Die eigentliche Geschichte beginnt dann quasi mit GK 3 (Siddhi der „Unschuld“) und endet mit GK61 mit der ursprünglichen Bezeichnung im I Ching „Innere Wahrheit“.
GeneKey 62 spielt eine ganz eigene Rolle in diesem „Buch des Lebens“: er ist so etwas wie das Glossar am Ende eines Buches, ein Index, eine komprimierte Sammlung aller vorherigen Informationen.
Schatten: Intellect (Intellekt, Verstand, Ratio, Denkfähigkeit)
Was aber unterscheidet den intellektuellen Menschen vom intelligenten Menschen? Da gibt es wahrscheinlich auch unterschiedliche Interpretationen. Wie siehst Du das? Was macht für Dich den größten Unterschied zwischen den beiden aus?
Ich finde das eigentlich ganz interessant, darüber nachzudenken. Für mich persönlich verbinde ich Intellekt eher mit Theorie, Intelligenz dagegen mit Theorie und Praxis. Intellekt fühlt sich für mich so nach angesammeltem Wissen an, ohne so richtig zu be-„greifen“, worum es eigentlich geht. Es fehlt irgendwie die greifbare Note, dieser „Aha-Moment“. Also im Prinzip fehlt dieses „Verinnerlichen der Fakten“. Ein intellektueller Mensch weiß wahrscheinlich – vom Verstand her gesehen – sehr viel, aber die innerliche Verarbeitung findet nicht statt.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass ich den Erklärungen eines intelligenten Menschen besser folgen kann, als den Erklärungen eines Intellektuellen. So zumindest ist meine Theorie 😉
Kurz gesagt bringe ich Intellekt in Verbindung mit reinem Wissen, und Intelligenz eher in Verbindung mit angewandtem, spürbaren, erlebtem Wissen. Oder wie Richard Rudd es ausdrückt: „Intelligenz kommt aus dem Herzen, Intellekt aus dem Verstand.“
In der Schattenvariante ist dieser GeneKey fast schon besessen, immer alles bis ins kleinste Detail wissen zu müssen. Ihn interessieren Fakten, Fakten, Fakten. Und mit diesen Fakten kann sich sein Verstand dann ununterbrochen beschäftigen.
In der introvertieren Variante ist dieser GeneKey so sehr mit Details beschäftigt, dass das schon ungesunde Ausmaße nehmen kann. Er konzentriert sich in allen Lebensbereichen immer nur auf eigentlich vernachlässigbare Kleinigkeiten und schränkt sich damit selbst ein. Sie können nicht aus sich raus, blockieren ihre Kreativität, sind in ihren eigenem Gedankenkarusell gefangen.
Die extrovertierte Variante äußert sich dagegen eher pedantisch. Sie nutzt ihren Intellekt, um andere aufzustacheln – allerdings eher aus dem Grund, ihre eigene Unsicherheit zu verschleiern. Es sind oft Menschen, die an allem etwas auszusetzen haben, die buchstäblich nach einem noch so kleinen Grund suchen, um vermeintliche Schwächen eines anderen offenzulegen. Sie lenken dabei aber im Prinzip nur von sich selbst ab. Ihr Fokus liegt auf den anderen, um sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen.
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